Review: Das Bildnis des Dorian Gray (Film, 2009)

Freitag, 2. August 2013

Deutscher Titel: Das Bildnis des Dorian Gray
Originaltitel: Dorian Gray
Erscheinungsjahr: 2009
FSK: 16
Länge: 112 minuten
Hauptdarsteller: Ben Barnes (Dorian Gray)
Colin Firth (Lord Henry Wotton)
Ben Chaplin (Basil Hallward)
Film basiert auf dem Roman von Oscar Wild.

   Ende des 19. Jahrhunderts kommt Dorian Gray nach London. Sein makelloses Aussehen öffnet ihm nicht nur die Türen der Gesellschaft, ihm liegen auch die Frauen und die aristokratische Welt zu Füßen. Unter den Fittichen des hämischen Lord Henry Wotton lernt das Unschuldslamm bald hedonistische Freuden schätzen. Der homosexuelle Maler Basil Hallward hält in einem außergewöhnlichen Gemälde seine physische Ausstrahlung fest. Aus Angst vor Vergänglichkeit wünscht sich Gray, nur das Abbild möge altern, aber nicht er. Sein Wunsch wird grauenvolle Wirklichkeit.  (Hugendubel)



 „Mein Lieber Junge, der große reiz der Ehe ist, das sie ein Leben der Täuschung absolut notwendig macht.“ – Lord Henry Wotton

   Ein schauriges jedoch zum Nachdenken anregendes Film Erlebnis.
   Vor ein paar Tagen bin ich durch Zufall auf YouTube auf den Trailer von Das Bildnis des Dorian Gray gestoßen, hab ihn mir angesehen und fand ihn auch recht interessant jedoch war ich mir nicht sicher ob ich wirklich Lust habe ihn zu sehen. Ich hab viele gute Dinge über den Roman mit dem gleichnamigen Titel von Oscar Wild gehört, ich besitze sogar selbst das Buch (hab es jedoch nie gelesen, schlau oder?) und daher hab ich mir heute gedacht >>Hey warum nicht, mal sehen ob der Film auch nur annähernd so atemberaubend ist wie der Hauptdarsteller, Ben Barnes, glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht.<<
   Man muss auf jeden Fall anmerken das dieser Film definitiv nicht zu denen gehört die man sich einfach mal so ansehen kann, im Sinne von stumpfer/einfacher Unterhaltung, den der Film enthält eine Menge an Zynismus, Dunkelheit und Wahrheit über das menschliche streben nach der ewigen Jugend und Schönheit. Ich meine man sieht es ja nur alt zu oft, all diese semi-inspirierenden Hipster Bilder mit dem hübschen Hintergrund und der Aussage „Forever Young“ in einer netten Schriftart dazu. Sicherlich, für immer jung zu sein mag zwar wie eine großartige Sache klingen, genauso wie die Idee immer so schön und jung auszusehen wie wenn man 20 ist, das hat sich auch der junge Dorian Gray gedacht als er seine Seele gegen genau das tauschte: Unendliche Jugend und unverwundbar, auf ewig jung.
     Genau diese Idee brachte mich über uns Menschen und unser Wesen nachzudenken. Die Kosmetikindustrie und die Millionen an Schönheitschirurgen dieser Welt verdienen Milliarden jährlich indem sie den Menschen entweder die Idee der ewigen Jugend dank ihrer Cremes verkaufen oder ihnen dank Botox und anderen chirurgischen Eingriffen die ewige Jugend, für einen angemessenen Preis, schenken. Jedoch was viele zu vergessen scheinen, wie auch Dorian Gray im Film es getan hat, ist das das Altern von uns Menschen etwas vollkommen normales ist und sich nicht nur auf unser äußeres bezieht. Altern heißt auch sich psychisch weiter zu endwickeln, neues zu erleben und Dinge aus anderen perspektiven zu sehen.
   Ein weitere sehr interessante Sache die man in diesem Film finden kann ist der „Ich würde gerne dieses und jenes mit meinem Leben machen jedoch habe ich Angst es zu  tun, oder nicht die Möglichkeit es zu tun also bringe ich jemanden anderen dazu es zu tun“-gedanke. Lord Henry Wotton hegt den Gedanken daran wie wunderbar es doch wäre ein exzessives Leben voller Sex und Alkohol zu haben, jedoch ist es für ihn nicht möglich ein solches leben zu haben, denn er ist zu „alt“ und verheiratet, daher ist es ihm sehr zur Hand als Dorian auftaucht, den er ist jung, unschuldig und schön.
   Ich finde ja das folgende Bild beschreibt die Beziehung zwischen dem Puppenspieler, Lord Henry, und seiner Puppe, Dorian Gray, wirklich ausgezeichnet:



    Schauspielerisch fand ich war die Darbietung der Hauptdarsteller grandios und absolut überzeugend. Ben Barnes hat das, meiner Meinung nach, perfekte aussehen, nicht nur im Sinne, das er schön anzusehen ist sondern passt er äußerlich auch in die Zeit und Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.


   Alles in allem ist der Film absolut empfehlenswert für alle Freunde des anspruchsvolleren Kinos, mit fantastischen schauspielern und ausgezeichneten Kulissen. Ich kann ihn euch auf jeden Fall empfehlen, erstrecht da Das Bildnis des Dorian Gray ab heute definitiv zu meinen Favoriten gehört.


 „Gewissen ist nur ein ausgeprägtes Wort für Feigheit.“ – Lord Henry Wotton




Meine Bewertung: 5/5 Sternen

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