Review: Fifty Shades of Grey (Film, 2015)

Samstag, 14. Februar 2015

Fifty Shades of Grey
Originaltitel: Fifty Shades of Grey
Erscheinungsjahr: 2015
FSK: 16
Länge: 125 min
Hauptdarsteller: Jamie Dornan (Christian Grey)
Dakota Johnson (Anastasia Stelle)

   Während eines Interviews für ihre College-Zeitung lernt die 21-jährige Studentin Anastasia Steele den 27-jährigen Milliardär Christian Grey kennen. Nachdem sich zwischen ihr und Christian langsam eine Beziehung entwickelt, erfährt sie, dass Christian in seinem Appartement zahlreiche BDSM-Utensilien bereithält. Dort überreicht er ihr einen Vertrag, der klarstellt, dass ihre Beziehung eine rein sexuelle Form von Dominanz und Unterwerfung sein soll, und zwar ohne romantische Bindung. Ana willigt ein und begibt sich damit auf eine immer intensivere Reise ins Reich der sexuellen Praktiken. (moviepilot.de)

   Fifty Shades of Grey mag vieles sein, langweilig und unbehaglich sind zwei davon, jedoch interessant, sexy oder gar romantisch ist dieser Film definitiv nicht. Viele meinen der Film sollte eher Fifty Shades of Beige heißen, und dem kann ich nur zustimmen.

   Ich habe das Buch, oder eher gesagt die gesamte Trilogie, gelesen und fand diese schon ausgesprochen miserabel daher hatte ich keine wirklichen Erwartungen was den Film angeht. Ich war daher nicht wirklich überrascht, als sich herausstellte, dass der Film ungefähr genauso schlecht ist. Schlecht genug das einer der Kinobesucher während meiner Vorstellung eingeschlafen ist.
   Wenn mich jemand fragt worum es in Fifty Shades of Grey geht, lautet meine Antwort ganz schlicht: ein Reicher Mann erkauft sich eine persönlichkeitslose Durchschnitts Frau mit seinem Aussehen und teuren Geschenken um diese dann als "unterworfene" zu halten. Keine Beziehung, keine liebe nur Sex, wenn er gerade Lust darauf hat, und auch nur so wie er es will.
   Wenn es um die nackt-und Sexszenen geht, kann man sagen, dass, wenn man mit denen bei Game of Thrones kein Problem hat, man mit denen in Fifty Shades of Grey auch keine haben wird.

   Die Dialoge sind oftmals schmerzhaft kramfig und beinahe schon unangenehm mitanzusehen, denn man wundert sich echt was mit den beiden, und besonders mit Anastasia, nicht stimmt. Während des Interviews mit Christian ist sie tollpatschig und schüchtern, aber auf eine übertriebene Art und Weise. Und dann folgen auch noch solche Aussagen wie "sieh mich doch mal an", was so viel bedeutet wie "wer bin ich denn schon". Anastasia stellt sich selber als ungenügend und 'unwürdig' dar, nur weil sie keine teuren Klamotten trägt oder Wagen fährt. Sie ist nicht wie Christian auf mehr als nur eine Art und Weise. Generell stellte sich mir des öfteren die Frage, warum sie eigentlich immer weiter macht, da sie beinahe von Anfang an mit der ganzen Situation Unglück zu sein scheint. Es ist fast traurig mitanzusehen was Anastasia willig ist mitzumachen nur um mit Christian "zusammen" zu sein.
   Wenn wir schon bei dem Thema Christian Grey sind. SM hin oder her, jedem das seine heißt es ja so schön, jedoch was mir ein noch viel größerer Dorn in Auge war, war die Kontrolle die er über Ana ausübte. Er musste immer wissen was sie macht, er sagte was sie machen werden, wann sie es machen werden, was sie tragen soll. Er legte ihr auch einen Vertrag vor, der so etwas wie eine Willenserklärung ist all die Dinge zu tun, die eine 'Unterworfene' tut, jedoch reichte dieser noch viel weiter in ihr Leben als nur in ihr sexuelles Zusammensein. Er verbot ihr bestimmte Dinge zu essen, Alkohol zu trinken, zu rauchen, falls sie dies den wollen würde, und noch so vieles mehr. Oft benahm er sich einfach wie ein Stalker, was definitiv nicht romantisch ist. Sicher, er gab ihr Geschenke, nahm sie auf einen Flug mit seinem Helikopter und Gleitflugzeug mit, jedoch war dies alles was er ihr gab. Sie durfte nicht einmal ein Bett mit ihm teilen.
   Die Schauspieler an sich gefielen mir auch nicht sonderlich gut. Jamie Dornan war meiner Meinung nach nicht das, was man sich vorstellte wenn man das Buch gelesen hat. Ihm fehlte ein gewisses etwas und das aussehen. Er mag nicht schlecht aussehen, aber eben auch nicht wie der atemberaubende Christian Grey der einem im Buch vorgestellt wird. Dakota Johnson spielte Anastasia Steele recht gut, wobei dies keine wirklich große Herausforderung war, da Anastasia die meiste Zeit über beschämt aussah. Sie sieht mehr oder weniger genauso aus wie das "graue Mäuschen" welches man, oder zumindest ich, mir beim Lesen vorgestellt habe.

   Der Film folgt jedoch, soweit ich mich daran erinnere, der Geschichte des Buches recht treu und so lassen sich auch hier und da ein paar dialogstellen aus dem Buch wiederfinden, zumindest in der englischen Version die ich gesehen und gelesen habe. Jedoch hat der Film, zumindest die ersten ca. 45% davon, mehr Humor als das Buch, welche das Publikum zum Lachen gebracht haben. Am interessantesten war jedoch die Tatsache das so ziemlich der gesamte Kinosaal in tosendes Gelächter ausgebrochen ist als die Credits kamen, und somit der Film vorbei war. Dies mag an dem gesamten Film, oder an dem (zwar dem Buch treuen) ende gelegen haben, dass abrupt und unnötig überspitzt und dramatisch war.

   Das einzige womit der Film bei mir punkten konnte ist, nicht wie erwartet Christian Grey oder eher gesagt Jamie Dornan und sein aussehen, sondern der grandiose Soundtrack den dieser Film hat. Der Soundtrack enthält unter anderem zwei geniale Songs von Beyoncé, The Weeknd und auch Ellie Goulding. Die Songs passen wirklich gut zu den Szenen in denen sie gespielt wurden.

   Alles in allem hat Fifty Shades of Grey ein paar, sehr wenige, Moment die ganz gut sind dadurch wie sie gefilmt worden sind oder weil jemand etwas lustiges gesagt hat, jedoch ist der Großteil des Films einfach nur langweilig. Fifty Shades of Grey fehlt einfach das gewisse etwas und dieses gewisse funken zwischen den Hauptdarstellern welches ihre 'Beziehung' glaubhafter machen würde. Meiner Meinung nach wurde dieser Film fiel zu sehr gehypt wodurch man viel zu hohe Erwartungen an den Film hat, welche er einfach nicht erfüllen kann.

Ich gebe Fifty Shades of Grey 2 von 5 Sternen.

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