Review: Darlah von Johan Harstad

Freitag, 7. März 2014

Darlah von Johan Harstad
Original titel: Darlah - 172 timer på månen
Verlag: dtv
Seiten: 410 Seiten (Paperback)
Buchreihe: Nein
Erscheinungsdatum: 15 September 2008 

   Tausende Jugendliche aus aller Welt bewerben sich bei der NASA. Beim ersten bemannten Flug zum Mond seit 1976 sollen drei ganz normale Jugendliche die Berufsastronauten begleiten – ein Marketinggag, um Sponsoren anzulocken. Mia aus Norwegen ist eine der Auserwählten. Zusammen mit Midori aus Tokio und Antoine aus Paris fliegt sie zur Mondbasis Darlah 2, nicht ahnend, was sie dort erwartet. Der Einzige auf der Erde, der weiß, dass diese Expedition das Ende von allem sein kann, ist ein ehemaliger Angehöriger der US-Army – ein an Alzheimer erkrankter alter Mann, dem niemand Glauben schenkt ... (goodreads)

Das ist das Cover der englischen Version die
meine Aufmerksamkeit erregt hat.
   Vorher:
   Hm... Interessantes Cover. Interessante Beschreibung. Okay, das lese ich jetzt.

   Nachher:
   Paranoia. Ist da was da hinten in der Dunkelheit? Ist da jemand hinter mir? Was war das eben für ein Geräusch? Warum, warum hab ich diesen Roman nochmal gelesen und warum habe ich geglaubt dass es eine gute Idee ist ihn zu lesen während ich komplett alleine bin? 

   Als ich das erste Mal auf dieses Buch gestoßen bin, durch ein Video auf YouTube, dachte ich mir dass es wohl wahrscheinlich irgendeins dieser Sci-Fi Romane ist, die mich normalerweise eher wenig faszinieren. Jedoch, einige Zeit später entschloss ich mich doch es zu lesen. Ob das nun eine gute Idee war, ist fraglich. 
   Schnell stellte sich heraus das Darlah kein Sci-Fi Roman ist, sondern eher einer dieser Horror Romane der verursacht dass man wochenlang Angst im Dunkeln hat. 

   Die Idee ist recht simple - drei Teenager und 5 professionelle Astronauten fliegen zum Mond und wer weiß schon was dort oben zu machen. Alles sollte insgesamt 15 Tage dauern (4 Tage hin, 7 in der Darlah 2 Basis auf dem Mond, 4 Tage zurück). Wer hätte ahnen können dass daraus ein riesiges Desaster wird? Nun ja, spätestens wenn man weiß das der Autor aus Norwegen kommt, ist einem klar das dies keine angenehme reise wird. Ich meine, wenn schon mal einen Skandinavischen Krimi gesehen hat, weiß das jene Geschichten aus Skandinavien IMMER düster und gespenstisch sind. 
   Ich muss zugeben das ich die ersten ca. 100 Seiten ein bisschen langweilig fand, da die Kapitel darüber wie die drei Teenager dazu kamen sich auch für die Lotterie anzumelden, ein bisschen zu langgezogen fand. Ich fand es auch ein bisschen schwierig die drei zu mögen. Mia, das Mädchen aus Norwegen, ging mir mit ihrer Art anfangs auf die Nerven. Antoine, der Franzose, schien ein Stalker zu sein und Midori, das Mädchen aus Tokio, schien auch nicht wirklich überzeugend zu sein. Im Laufe der Geschichte fing ich dann doch an die drei zu mögen, auch wenn ihre Persönlichkeiten alle extrem eindimensional schienen und manchmal nicht wirklich vorhanden waren. Ich hätte mir gewünscht das Mr. Harstad die Charaktere ein bisschen vertieft und weiterentwickelt.
   Die Ereignisse auf dem Mond und auch die Kapitel über den alten Herrn im Altersheim waren mysteriös und interessant. Überall waren kleine Schnipsel an hinweisen versteckt die zum Ende hin zusammengesetzt wurden und plötzlich ergaben sie alle Sinn. Ich werde natürlich nicht weiter darauf eingehen da ich die Geschichte für niemanden ruinieren will.
   Jedenfalls, von dem Augenblick an als die 8 auf dem Mond landen kommt auf einmal dieses Gefühl auf das etwas nicht stimmt und das einen, je weiter man liest, immer paranoider macht. Die Geschichte scheint einen festzuhalten und einen beinahe mit in sich hinein zu ziehen, so sehr das man selbst zu meinen scheint das sich etwas hinter einem oder in einer dunklen Ecke versteckt.
   Oftmals kreiert Mr. Harstad Situationen in denen ich mir dachte "das war‘s jetzt, es gibt keinen Ausweg mehr" und doch schaffte er es jedes Mal mich zu überraschen. Die ganzen Geschichten über die Mond Missionen und so weiter sind sehr interessant und manche Dinge werden auch anhand von Bildern illustriert die einem helfen sich, z.B., DARLAH 2 besser vorzustellen oder einem zeigen wo auf dem Mond genau die "Sea of Tranquility" ist. Interessant ist es das was auch immer auf dem Mond passiert, das ich euch natürlich nicht verraten werde, auf eine clevere Art und weiß an ein reales Geschehnisse geknüpft wurde, was das ganzen umso mehr angsteinflößend machte. 

   Alles in allem hat mir Darlah sehr gut gefallen, auch wenn es einige Dinge gibt die raum zur Verbesserung lassen. Wobei vielleicht liegt darin auch der Scharm der ganzen Sache? Ich empfehle euch Darlah wärmstens aber gleichzeitig warne ich euch, dass es kein Buch für schwache Nerven ist. Nein, es gibt kein blutiges Gemetzel, das braucht es auch nicht, das was passiert ist schon grausam genug, glaubt mir. 

Meine Bewertung: 

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