Review: Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 1 (Film, 2014)

Donnerstag, 20. November 2014

Titel: Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 1
Original Titel: The Hunger Games: Mockingjay Part 1
Erscheinungsjahr: 2014
Länge: 123 Minuten
FSK: 12
Hauptdarsteller: Jennifer Lawrence (Katniss Everdeen)
Josh Hutcherson (Peeta Mellark)
Liam Hemsworth (Gale Hawthorne)
Julianne Moore (President Coin)
Phillip Seaymour Hoffman (Plutarch Heavensbee)
Basiert auf dem gleichnamigen Roman von Suzanne Collins.

Katniss (Jennifer Lawrence) erwacht nach dem zweiten Hunger-Games-Turnier im Schiff der Rebellen. Da District 12 von der Regierung zerstört wurde, wird sie im unterirdischen District 13 versteckt. Sie erfährt, dass der District 13 entgegen der offiziellen Geschichtsschreibung noch immer existiert und jetzt die Anführer der Revolution stellt.

Auch wenn Kattnis zögert, sich der Truppe anzuschließen, erkennt sie, dass sie kaum andere Möglichkeiten hat. Die Rebellen wollen Katniss’ Popularität für ihre Zwecke ausnutzen und sie zum ‘Mockingjay’ aufbauen, dem Propagandaidol der Opposition gegen das Capitol. Gleichzeitig wird Peeta (Josh Hutcherson), der nicht aus der Arena gerettet werden konnte, von der Regierung gefangen gehalten. Er wird gezwungen, sich vor Kameras von Katniss und den Rebellen loszusagen und einen Waffenstillstand zu fordern... (moviepilot.de)

   Der lang erwartete dritte teil der Die Tribute von Panem Filmreihe ist endlich da! Ein Jahr lang mussten die Fans darauf warten aber nun ist er endlich in den Kinos.

   In Mockingjay Part 1 sehen wir die Verfilmung der ersten hälfte des dritten und finalen Buches der Tribute von Panem Trilogie. Der Film fokussiert sich mehr auf Katniss und dass was zwei mal an den Hunger Spielen teilnehmen und der Verlust von Peeta, welcher vom Capitol geschnappt wurde, aus ihr gemacht hat. Sicherlich waren sich die Leute, die für diese Filme verantwortlich sind, von Anfang an darüber im Klaren, dass sie die Erwartung an den dritten teil, dank des grades an Genialität welchen Catching Fire präsentiert hat, sehr hochgesteckt haben und das es wirklich ausgesprochen schwer wird den Erwartungen der Fans gerecht zu werden. Daher hat es mich nicht wirklich überrascht das Mockingjay Part 1 leider nicht ganz so großartig ist wie Catching Fire. Es gibt keine interessante Arena mehr, kein Kampf um leben oder Tod in dem sinne wie es in den ersten zwei Filmen war. Nein, in Mockingjay Part 1 und 2 geht es um die Rebellion gegen das Capitol welches ein für alle Mal gestürzt werden soll.
   Generell hat mir der Film dennoch ausgesprochen gut gefallen und ich fand es interessant, dass es dieses mal eben so sehr um Katniss und ihren zustand ging, auch wenn es nicht ganz so den riesigen Effekt hatte wie es im Buch war, wobei ich wirklich nicht weiß wie sie dass hätten machen sollen ohne dass die Schauspielerin es einem in einem Voice Over einfach erzählt hätte.
   Die Art wie Distrikt 13 dargestellt wurde war gut, auch wenn es nichts Außergewöhnliches war. Es gab schon mehrere Filme die in unterirdischen Bunkern spielten, welche nun mal meist grau und trüb sind, jedoch gab es hier und da ein paar interessante Details die es wieder rausgeholt haben. Beispielsweise gibt es eine Szene in der alle Bewohner von Distrikt 13 eine lange Serie an Treppen hinuntersteigen müssen. Die Szene wird kinematographisch genial dargestellt und genau das sind so kleine Details die den Film doch wieder gut machen.
   Des Weiteren wird auch Distrikt 12 gezeigt, welcher dank der Bomben die das Capitol abgeworfen hat komplett in Schutt und Asche liegt. Die Art wie Jennifer Lawrence Katniss spielt, als sie dort ankommt und die Verwüstung sieht, war spitze und zeigt mal wieder warum gerade sie ausgewählt wurde um Katniss zu spielen.
   Etwas was in diesem Film auch nicht immer so perfekt war, wie es in den zwei Vorgängern war, war meiner Meinung nach die Musik. Es gab ein paar stellen und Szenen in denen die Musik nicht wirklich zu dem was gerade passiert passte oder wo sie einfach ein bisschen zu laut oder aufdringlich war. Dann aber gibt es wieder Szenen in denen die Musik einfach genial ist und die Stimmung einfach noch mehr unterstreicht. Somit könnte mal also sagen, dass sich die weniger guten und sehr guten Momente ausbalancieren.

   Zu den schauspielern kann man sagen das die Neuzugänge wie zum Beispiel Natalie Dormer (bekannt aus Game of Thrones) welche Cressida spielt, in ihrer rolle sehr überzeugend wirkte und äußerlich perfekt zu der Figur passte.
   Auch Julianne Moore, welche Präsident Coin spielt, eine großartige Leistung abliefert. Die Art wie President Coin dargestellt wird, und äußerlich kreiert wurde, ist perfekt und überzeugend. Die grauen haare und die Art zu sprechen, welche Julianne Moore für Coin gewählt hat passen wirklich außerordentlich gut und ich bin froh dass sie für die Rolle gewählt wurde.
   Liam Hemsworth, der Gale spielt, hat sich selbst in diesem Film übertroffen. Schon in den ersten beiden filmen hat er Gale grandios dargestellt jedoch kamen in diesem film die Gefühle welche Gale für Katniss hat und die Tatsache, dass Gale eigentlich fast schon eine tragische Figur ist, sehr gut zum Vorschein und alles was er sagte, auch die wirklich emotionalen stellen, stellte er perfekt dar, so dass man es ihm wirklich alles glaubte.
   Josh Hutcherson hat es geschafft die schrecklichen dinge welche Peeta in diesem Film durchlebt einfach nur sagenhaft überzeugend darzustellen. Auch die Art wie die Stylisten es geschafft haben, die Verschlechterung von einem Körperlichen und seelischen zustand zu zeigen war genau so wie ich es mir beim lesen vorgestellt habe. Es gab ganz besonders einen Moment, in dem Peeta fast wie in einer Art Trance seinen Text runterleiert und als er dann auf einmal Katniss sieht, hat man sofort das Gefühl als würde ihn das aus dieser Trance aufwecken und die Art wie Josh genau dies zum Ausdruck bringt ist überragend.
   Auch die vielen anderen Charaktere in der neuen und ungewohnten Umgebung wieder zu sehen war interessant und die Schauspieler haben, meiner Meinung nach, eine gute Leistung abgeliefert. Sicherlich gab es hier und da ein paar kleine Momente in denen ich mir gewünscht hätte, dass sie es vielleicht doch ein wenig anders gemacht hätten, aber alles in allem waren alle wirklich gut. Insbesondere Donald Sutherland, der den verdammten Präsident Snow spielt, zeigte auch in diesem film wieder, was für ein überragend guter Schauspieler er ist und das genau er der richtige für die rolle ist. Einfach nur überzeugend und angsteinflößend gut.

   Alles in allem kann man sagen das Mockingjay Part 1 einfach am "Zweiter Teil"-Syndrom leidet. Dies bedeutet das er einfach ein brücken film ist, welcher die Spannung und Szenerie für das finale setzt und aufbaute während er selbst nicht wirklich viele herausragende Momente zu bieten hat, was natürlich nicht heißen soll das er schlecht ist, sondern einfach nur nicht so Aktion geladen und spannend wie die beiden ersten teile.
   Das ende ist, wie auch schon bei Catching Fire, einfach nur der hammer. Man könnte es ungefähr so beschreiben, dass das ende einem förmlich das herz aus der Brust reißt und einen blutend am Boden liegen lässt, für ein ganzes Jahr, bis man für den finalen film wieder zusammengeflickt wird. Sie haben den perfekten Moment für das ende ausgesucht, welches dafür gesorgt hat, dass man definitiv den nächsten teil sehen will, auch wenn nur um zu sehen was weiter mit **** passieren wird.

  Mein Fazit ist daher, das Mockingjay Part 1 zwar nicht ganz den Erwartungen gerecht wird, wahrscheinlich eben weil Catching Fire die Erwartungen so hochgeschraubt hat, aber dennoch ist es ein wirklich guter film mit interessanten Szenen und Momenten die einem definitiv Lust machen den Letzt teil nächstes Jahr zu sehen. Ich hatte mir zwar doch, besonders nach den Trailern, etwas ein kleines bisschen besseres gewünscht, als das was wir Letzen Endes bekommen haben, aber es ist nicht tragisch. Was tragisch ist, ist die Tatsache das wir auf den nächsten film ein ganzes Jahr warten müssen.

   Ich gebe Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 1 4 von 5 Sternen.

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