Review: Hüter der Erinnerung - The Giver (Film, 2014)

Mittwoch, 24. September 2014

Titel: Hüter der Erinnerung
Original Titel: The Giver
Erscheinungsjahr: 2014
Länge: 97 Minuten
FSK: 12
Hauptdarsteller: Jeff Bridges ("Geber")
Brenton Thwaites (Jonas)
Maryl Streep (Chief Elder)
Basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lois Lowry.

   In der Zukunft leben alle Menschen in einer scheinbar perfekten Gesellschaft, ohne Kriege, Armut und Gewalt. Der Preis ist jedoch ihre Individualität: Ohne eigene Entscheidungen zu treffen oder starke Emotionen zu fühlen, befindet sich die Gesellschaft in einem perfekten Stillstand. Dieser Zustand, der zudem von Drogen unterstützt wird, nennt sich ‘Gleichheit’ und wird vom Rat der Ältesten streng überwacht. In dieser Gesellschaft wird jedem Kind eine Aufgabe zugewiesen, die es für den Rest seines Lebens ausführt.
   Jonas fällt die Aufgabe zu, ein ‘Empfänger’ zu werden, derjenige, dem die Erinnerungen der Menschheit stellvertretend anvertraut werden, um das Wissen der früheren Gesellschaften für künftige Generationen zu bewahren. Der vorherige ‘Empfänger’, der seine Erinnerungen weitergibt und damit zum ‘Geber’ wird, nimmt Jonas unter seine Fittiche und weist ihn in die verdrängten Erinnerungen ein: Er erzählt ihm von einer Zeit, in der Menschen mordeten, hungerten und logen – die aber auch die besten Seiten des Miteinanders zum Vorschein brachte. Schon bald wächst in Jonas das Verlangen, etwas zu ändern und er fasst einen folgenschweren Entschluss. (moviepilot.de)

 Die wievielte Buchverfilmung ist das dieses Jahr? Ich weiß es nicht, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass mir Hüter der Erinnerung definitiv ausgesprochen gut gefallen hat.
   Ich hab von dem Buch, auf dem dieser Film basiert, gehört. Ich weiß das viele amerikanische schulen dieses Buch lesen und bearbeiten. Ich jedoch hatte nie das vergnügen das Buch in der Schule zu lesen, und auch obwohl ich es von wenigen Monaten gekauft habe, habe ich es bisher noch nicht gelesen, daher kann ich nichts dazu sagen, ob der Film dem Buch treu ist oder nur locker darauf basiert.

   Hüter der Erinnerung ist ein weiterer Dystopischer Film der uns eine Zukunft zeigt, die anfangs zwar perfekt zu sein scheint, jedoch sich als schrecklich entpuppt. Das an sich ist kein neues ding. Ein Element das mich an viele andere Dystopische Filme, die Die Bestimmung - Divergent oder Die Tribute von Panem, erinnert hat, was die Zeremonie die entscheidet als was die Kinder bis an ihr Lebensende arbeiten werden. Jedoch endeten hier die gravierenden Ähnlichkeiten auch schon.
   Ein ausgesprochen herausstechendes und interessantes Detail, das diesen Film anders macht als seine Genre-kumpels, ist das viele teile dieses Filmes komplett schwarz-weiß sind. Dies unterstreicht das Gefühl das einem der Film vermitteln möchte nur noch mehr. Es war interessant mal eine zeit lang die ganzen visuellen Effekte zu vergessen, die sowas simples wie Farbe einem Film geben, und einfach alles in diesen schwarz-weiß-grau tönen zu sehen.
   Die Welt, die sie in Hüter der Erinnerung erschaffen wurde, ist interessant und visuell ansprechend gestaltet. Alles hat Ordnung und einen vorgesehenen Platz. Alle müssen regeln befolgen, die sogar soweit gehen, das sie bestimmen wie man sich ausdrückt wenn man spricht. Alles ist gleich. Niemand sticht aus der Maße heraus.
   Kinematographisch kann man also sagen dass der Film wirklich Top ist.

   Aus schauspielerisch fand ich ihn wirklich gut und kann wirklich nicht bemängeln, außer vielleicht der schreckliche genuschel des Herrn Bridges das einen dazu zwingt wirklich ganz genau zu zuhören, wann man den Film natürlich auf Englisch sieht.
   Brenton Thwaits, der Jonas spielt, habe ich zuvor noch glaube ich in keinem Film gesehen. Er hat eine wirklich gute Leistung gebracht und seinen Charakter wirklich auf glaubhafte weise dargestellt, so dass man seine Entwicklung wirklich gut nachverfolgen und nachvollziehen kann.
   Zur Leistung von Jeff Bridgnes oder Maryl Streep werde ich einfach mal nicht sagen, denn ich meine, wir alle wissen das die beiden genial sind. Zwei Schauspieler die einfach in jeden Film ausgezeichnet sind und einfach zu den besten, die wir momentan haben, gehören.

   Die Musik in Hüter der Erinnerung war gut gewählt und hat wirklich gut gepasst. Sie war jeder zu aufdringlich noch zu versteckt.
   Wie mit allen Dystopischen Filmen, muss man auch bei Hüter der Erinnerung manche dinge einfach akzeptieren, so wie sie einem vorgestellt werden und nicht das hinterfragen-spiel spielen. Alles in diesem Film ist Fiktion und daher muss nicht alles einen hundertprozentigen sinn ergeben. Fiktion bleibt nämlich immer das: Fiktion.

   Alles in allem hat mir Hüter der Erinnerung wirklich sehr gut gefallen. Alles war top und es hat mich gefreut mal einen Film zu sehen, der nicht nur wert auf Aktion reiche Szenen setzt, sondern sich einfach nur auf den Inhalt und die Nachricht, die er zu übermitteln versucht, konzentriert.
   Hüter der Erinnerung ist grandios und definitiv einer der besten Filme dieses Jahres, bisher.
 

   Ich gebe Hüter der Erinnerung 5 von 5 Sternen.

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