Review: SYSTEMFEHLER - Wenn Inge tanzt (Film, 2013)

Samstag, 10. August 2013

Titel: SYSTEMFEHLER - Wenn Inge tanzt
Erscheinungsjahr: 2013
FSK: 6
Länge: 103 Minuten
Hauptdarsteller: Tim Oliver Schultz (Max)
Paula Kalenberg (Inge)
Peter Kraus (Onkel Herb)
Tino Mewes (Fabio)

Thando Walbaum(Lukas)
Constantin von Jascheroff (Joscha)


   Der junge Punkrocker Max ist ziemlich ehrgeizig und versteht sich mit der eher nerdigen Inge so ganz und gar nicht. Besonders schlimm ist es, seit Max Inge mit dem Song „Wenn Inge tanzt“ vor der ganzen Schule bloßgestellt hat. Doch für Max und seine Bandkollegen Fabio, Joscha und Lukas ist es der große Hit und sie stehen mit ihrer Band "Systemfehler" nun endlich kurz vor dem großen Durchbruch. Ausgerechnet vor dem wichtigen Gig, der ihnen einen Plattenvertrag einbringen könnte, verletzt sich Gitarrist Joscha und fällt aus. Aber Max' cooler Onkel Herb, der selbst früher ein Schlagerstar war, bringt die Band auf eine ausgefallene Idee. Denn auch Inge ist eine hervorragende Gitarristin und die Einzige, die kurzfristig einspringen könnte. Doch sie stellt Bedingungen: Den großen Hit "Wenn Inge tanzt" will sie auf keinen Fall spielen... 


   "Warum musste den unser Startexter den Song auch ausgerechnet "Wenn Inge tanzt" nennen? Warum denn nicht Mandy oder Heidi... oder deine Mama!?" 

   Das Konzept ist ganz einfach: Punk-Rocker treffen auf jemanden der deren komplettes Gegenteil ist - in diesem Fall trifft also die Band SYSTEMFEHLER auf die Öko-Streberin Inge. Ich vermute mal ganz stark das man mit diesem Film an den riesigen Erfolg von Groupies bleiben nicht zum Frühstück (2010) anknüpfen wollte, jedoch gelang es den Produzenten nicht so wirklich, meiner Meinung nach.
   Die Story ist sehr gradlinig, einfach und ohne überraschende Wendungen usw. Die Charaktere scheinen lieblos wie, zumindest im Fall von Max, zu sehr übertrieben und noch dazu nicht einmal passend zu dem Konzept eines coolen Rockers. Max ist zu 'ober cool' und lässig, mehr Hipster-artig oder so, auf jeden Fall nicht Rocker/Punk-Rocker artig. Und der Schauspieler scheint mir vom Aussehen her nicht der richtige Typ zu sein um einen Rocker zu verkörpern. Er sieht ein wenig zu sehr nach einem Bubi aus (und ja ich weiß ich ziehe mir hiermit wahrscheinlich den ärger seiner Fans zu aber nun ja, das ist nun mal meine Meinung und mein Blog, haha) und überzeugt nicht. Die Art wie er sich gegenüber des Hausmeisters und seine Musiklehrerin verhält, kommt meiner Meinung nach, eher wie ein Zeichen dafür das Max einfach noch unreife ist rüber und nicht als Zeichen dafür das er kritisch ist, wie man es eigentlich vom Kopf einer Band namens SYSTEMFEHLER hätte vermuten können.
   Aber auch wenn es vieles an dem Film gibt was man hätte ändern sollte um ihn wirklich gut zu machen, muss ich zugeben das der Film die meiste Zeit über lustig ist dank der Sprüche die manche Charaktere von sich geben, der grandiosen Leistung von Peter Kraus als Maxes Onkel, und auch die Musik der Band ist eigentlich ganz gut und passt zu dem Bandnamen. Der Film hat Potenzial, ja, aber ihm fehlt die Liebe zum Detail. 


   "Ein liebes Lied, Max. Liebe, das solltest du eigentlich kennen. Das ist im Grunde so was wie Eigenliebe, nur halt einem anderen Menschen gegenüber."

   Aber das was mich an SYSTEMFEHLER - Wenn Inge tanzt am meisten gestört hat, war das extrem kitschige und unnötige ende, das mir schon fast schmerzen verursacht hat da es einfach den Film ruiniert und ihm den ganzen Charme stiehlt.
   Auch etwas was definitiv hätte mehr 'Zuwendung' gebrauchen können war die komplett unüberzeugende Romanze zwischen Max und Inge (die ja kommen musste, ich meine ist ja immerhin ein Film für Teens und so ziemlich jeder Film hat eine).
 

   Alles in allem würde ich sagen dass er Film definitiv Potenzial hat, aber dieses leider nicht genutzt wurde. Die Charaktere sind so lala, auch wenn die Ideen hinter den Figuren ganz gut zu sein scheinen ist die Art wie sie im Film zu sehen sind einfach nicht so recht überzeugend bis aus zwei oder drei Charaktere. Die Musik der Band ist gut, Punkig und passt zum Namen. Der größere Teil des Filmes ist lustig aber es fehlt einfach ein gewisses etwas. Und das Ende ist grässlich, oder ich bin nicht die Art von Zuschauer auf die der Film ausgerichtet ist, vielleicht wenn ich 13, oder so, wäre würde ich das anders sehen aber nun ja. Man kann sich den Film definitiv ansehen aber sollte nicht zu viel erwarten.  

   "Ich glaube nicht das die Zeit in einem Kontinuum verstreicht das sich durch Uhren messen lässt."  

                              Meine Bewertung: 2.5/5 Sternen

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